nagelpilz: eine behandlungsbedürftige infektion - kein makel


nagelpilz findet sich häufig bei sportlern, älteren menschen, diabetikern, schwitzneigung und durchblutungsstörungen der füße. aus falscher scham meiden viele betroffene den arztbesuch, da sie hygiene-mängel annehmen. nagelpilz allein ist zwar nicht lebensbedrohlich, führt aber zu nagelveränderungen, die bakterien das eindringen erleichtern. dies kann bei menschen mit geschwächtem immunsystem - z. b. durch medikamente oder diabetes mellitus - zu einer wundrose bis blutvergiftung führen. alleinige regelmäßige fußpflege und pilzabtötende lacke helfen häufig nicht. wegen wachstumsstörungen und infektionsgefahr sollten heute keine nägel mehr gezogen werden.
die sogenannte „dreischlagtherapie“ mit nagelausdünnung, lack und niedrig dosierter innerlicher therapie führt am besten zur abheilung. pilze neigen im gegensatz zu bakterien nicht zu mutationen, weshalb für moderne antimykotika kaum resistenzprobleme bestehen. häufigster behandlungsfehler ist ein zu frühes absetzen der medikamente. auch für ausgeprägte befunde bei älteren patienten lohnt häufig eine konsequente therapie, da sie sonst schnell zur „sporenschleuder“ für andere familien- oder heimmitglieder werden.
vorbeugend sollte man in öffentlichen feuchtbereichen und auf hotelteppichen nicht barfuß 
laufen, die fußhautwarm, trocken, belüftet und gepflegt halten, socken mit 60 C° waschen und kontaminiertes schuhwerk mit speziellen produkten desinfizieren. die nägel sollten regelmäßig kurz geschnitten und nagellacke nicht mit aceton entfernt werden, da dies den nagel angreift.


dr. antonius kurte