Pressetext „Psoriasis-Gepräch“ (von Redaktion leicht gekürzt abgedruckt)

Unter dem Motto „Psoriasis-Gespräch: Neuer Mut, neue Hoffnung, neue Kraft“ fand am
28.04.2014 im Westfälischen Industrieclub ein kostenloser Informationsabend zur
Schuppenflechte statt.
Auf Einladung durch Ausbüttels Adler Apotheke referierten deren Mitarbeiterin, Frau Grunendahl,
und der Dortmunder Dermatologe, Herr Dr. med. Brinkmeier, über Hautpflegetipps und moderne
Therapieverfahren bei der Psoriasis. Im Schwerpunktvortrag erläuterte der Hautarzt, dass die
Schuppenflechte heutzutage als fehlgesteuerte Immunreaktion verstanden wird und keinesfalls
eine Randerscheinung darstellt; die Anzahl der Erkrankten bundesweit entspricht etwa der
Einwohnerzahl von Bochum, Essen und Dortmund zusammenaddiert.
Der interessierten Zuhörerschaft wurde anhand vieler Fotos vor Augen geführt, dass es sich bei
der Psoriasis um einen Sammelbegriff für teilweise sehr unterschiedliche Ausdrucksformen dieser
Hauterkrankung handelt. Die Entzündung im Körper, die der Psoriasis zugrunde liegt, könne auch
die Ausbildung wichtiger Begleiterkrankungen fördern. Der Patient mit Schuppenflechte müsse
gründlich befragt werden nach Gelenkschmerzen, Gemütsschwankungen oder auch
Darmbeschwerden.
In den Blickpunkt sei dabei in den letzten Jahren das sogenannte metabolische Syndrom geraten
mit den Symptomen Übergewicht, Fettstoffwechselstörung, Diabetes mellitus und Bluthochdruck.
Für die langfristige Kontrolle der Psoriasis sei deshalb eine optimale interdisziplinäre Betreuung
des Patienten durch Ärzte verschiedener Fachrichtungen von herausragender Bedeutung. Der
Hautarzt erläuterte, dass gerade bei schwerer erkrankten Patienten die Messung der
Krankheitslast und der psychosozialen Beeinträchtigung durch spezielle Fragebögen wichtig ist,
um hiernach die Therapie auszurichten. Die Darstellung der Behandlungsverfahren durch
Frau Grunendahl und Dr. Brinkmeier reichte von den Standardverfahren mit Salben und UV-Licht
bis hin zu der modernen Substanzgruppe der Biologika, worunter man Moleküle versteht, die
natürliche Eiweiße entweder nachahmen oder deren Funktion im Körper blockieren und unter
Verwendung lebender Zellen hergestellt werden.
Durch den Abend führte ein professioneller Moderator, der auch die anschließende lebhafte
Diskussion mit den Gästen leitete und eine sehr positive Bilanz für die Erkrankten zog. Denn bei
keiner anderen chronisch entzündlichen Hauterkrankung habe sich in den letzten Jahren so viel
an Erkenntnisgewinn, Forschung und marktreifer Medikamenten-Entwicklung getan hat wie bei
der Psoriasis.